
Smoker
Weiter geht es nun mit der Vorstellung verschiedener Smokesysteme und Pumpen.

Es gibt in der Regel 2 verschiedene Systeme um die Rauchflüssigkeit aus dem Tank in die Dämpfer oder Krümmer zu spritzen, die eine ist mittels einer Pumpe (die am häufigsten verwendete Variante) und die andre Mittels überdruck im Tank.
Bei der Druck Variante gibt es die möglichkeit den Überdruck vom Motorkurbelgehäuse in den Tank zu leiten, wiederstrebt mir persönlich aber etwas, da man ersten am Motor rummbohren muss (Garantie erlischt) und falls doch mal so eine Druck-Leitung undicht werden sollte hat man einen Motorausfall. Die zweite Möglichkeit ist, dass man den Tank bereits vor dem Start einfach mit ein paar Bar Druck beaufschlagt, allerdings habe ich hier wiederum zweifel, dass man von Anfang bis Ende ein gleichmäßiges Rauchergebniss erhält und dass der Tank auch komplett leer "gedrückt" wird, denn der Druck wird ja mit Leer werden des Tanks immer geringer. Was für diese Drucklösungen spricht ist zunächst einmal der finanzielle Aspekt, da keine teure Pumpe benötigt wird, was sich aber wieder sehr relativiert, wenn man sieht was qualitativ Hochwertige elektronische Absperrventile und weiteres Zubehör (z.b. von Festo) so kostet.

Zu guter letzt nun die Lösung mit der Pumpe. Hier ist der Hauptausschlag gebende Punkt welche Pumpe verwendet wird bzw wo man das Öl einspritzt (Dämpfer oder schon in den Krümmer). Wer direkt in den Krümmer einspritzen will bekommt erstmal das Problem, dass dort ein wesentlich höherer Gegendruck herrscht, den die Pumpe erstmal überwinden muss, hier muss dann bei Bedarf mit einem Rückschlag Ventil gearbeitet werden. Man läßt vor dem starten des Motors einfach die Pumpe kurz laufen, sodass alle Schläuche gefüllt sind, durch das Rückschlagventil wird ein zurücklaufen verhindert und die Pumpe muss beim Einschalten im Flug nicht erst neu ansaugen.
Spritzt man in die Dämpfer ein bekommt man im Regelfall mit dem druck keine Probleme solange man eine Pumpe hat, die vernünftig ansaugt. Hier kann man trotzdem ein Rückschlagventil einbauen um ein Nachrauchen zu verhindern, wenn man die Pumpe abschaltet, denn sonst laufen erst noch die ganzen Leitungen leer und man zieht eine gewisse Zeit eine kleine Rauchfahne hinter sich her.
Aber auch die Pumpenlösung ist nicht frei von Nachteilen, zum einen wiegt so eine Pumpe im Regelfall min 100-150g, manche brauchen einen extra Akku weil sie nicht direkt an den Empfänger angeschlossen werden können, können bei einem defekt Störungen auf die Empfangsanlage übertragen etc.
Eine Kurze Auflistung von Smokepumpen verschiedener Hersteller (sind die, die mir spontan eingefallen sind..keine Exoten)
MZ Super Smoker: Mitlerweile in der Generation VI erhältlich, kann direkt an den Empfänger angeschlossen werden und braucht keinen Zusatzakku, zudem ist sie Stufenlos regelbar. Aus eigener Erfahrung bin ich mit der Pumpe sehr zufrieden und kann sie nur weiter empfehlen.
3W-Smokepumpe: Kann auch direkt an den Empfänger angeschlossen werden und ist nicht regelbar (nur ein und aus). Die neue Generation soll nicht mehr das Ansaugproblem haben (so wie ich es z.b. hatte), wie es bei der alten der Fall war. Hatte die Pumpe in der Christen Eagle und war mit dem Rauchergebnis zufrieden.
APS Pumpen: Neue Pumpen von Bernd Albinger..sollen das zur Zeit beste am Markt sein und vor allem für Turbinen Flieger zu empfehlen. Rückschlagventil ist bereits integriert. Allerdings ist auch der Preis einsame Spitzenklasse...in meinen Augen einfach zu hoch
Deutsch-Pumpe: Neue Pumpe von Modellbau Deutsch, auch direkt an die Weiche anschließbar. Die Pumpe ist über den Sender regelbar und ist derzeit vom Preis Leistungsverhältniss meine Nr.1. Viele meiner Kameraden und nun auch ich selbst haben diese Pumpe im Einsatz, mit der es gewaltig Raucht aber auch recht flott aufhört wenn man sie wieder abschaltet. Auch läßt sie sich sehr gut regeln, so dass der Verbrauch an Smokeöl gegenüber meinen früheren gesenkt wurde, der Rauch aber min. genau so stark ist.
Engel MT Easy Smoke: Regelbar und kommt ohne zusatz Akku aus. Zudem erscheint sie recht günstig im Preis, praktische Erfahrung habe ich leider keine.
(stand 2006)
Zum Abschluss nun noch etwas über die Rauchflüssigkeit: Hier verwenden viele die unterschiedlichsten Sachen vom einfachen Diesel bis hin zum teuren 3W Smokeöl etc, die Liste ist sehr lang und jeder muss hier selbst heraus finden was er ausgeben möchte und was ihm sein Modell wert ist. Ich persönlich verwende nur das 3W Öl..ist zwar teuer aber nicht sonderlich aggressiv und läßt sich einfach vom Flieger abwischen, was beim Diesel genau das gegenteil ist..der hat schon so manchen Flieger von innen aufgefressen